Alle Beiträge von Guateprensas

Zwischen Hoffnung und Bangen in Puerto Barrios

Die letzte Phase des Prozesses von Angélica Choc dauert nun bereits mehr als zwei Monate. Insbesondere die Verteidigung des angeklagten Mynor Padilla nutzte die Zeit der sogenannten Schlussfolgerungen, um ihre Argumente in Endlosschlaufe vorzutragen. „Jedes Argument tragen sie fünf bis sechs Mal vor. Besser gesagt, sie schreien sie“, erzählt uns die Anwältin von Angélica, Marta García, in einer Anhörungspause. „Für Angélica ist das traumatisierend.“

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Angélica Choc – Urteil hinter verschlossenen Türen?

In Puerto Barrios, Izabal wird im Fall gegen Mynor Padilla (Ex-Sicherheitschef der Nickelmine CGN) am 30. November die letzte Phase des Prozesses beginnen.

(älterer Blogbeitrag zum Fall von Angélica Choc hier)

Während Angelica Choc in die Schweiz reiste, um ihren Fall vor verschiedene UNO-Instanzen zu bringen, endeten in Puerto Barrios am 17. November die mittlere Phase des guatemaltekischen Prozesses gegen den mutmaßlichen Verantwortlichen am Tod ihres Mannes. Während diesem Teil eines Strafprozesses werden Zeugen und Zeuginnen angehört und Beweise vorgelegt, er heisst „fase de debate oral y publico“ (Mündliche und öffentliche Verhandlungsphase). In Puerto Barrios geschah dies jedoch hinter verschlossenen Türen. Bereits im Februar 2016 beschloss die Richterin Ana Leticia Peña Ayala, den Prozess ohne Zugang der Öffentlichkeit abzuhalten – angeblich zum Schutz der Geschädigten.

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Ríos Montt – wie geht es weiter?

Im neu aufgerollten Genozid-Prozess entschied das Richtergremium am 23. Juli, Ríos Montt psychiatrisch untersuchen zu lassen. Der Verteidigung gelang es anschliessend, die Einlieferung ihres Mandanten ins nationale psychiatrische Spital zu verhindern. Das Gericht ordnete in einer weiteren Anhörung am 4. August schliesslich die Untersuchung in einer privaten Klinik an. Ríos Montt – wie geht es weiter? weiterlesen

Wiederaufnahme des Genozid-Prozesses

Die Journalisten stürmen plötzlich aus dem Saal. Es ist der 23. Juli 2015, und wir befinden uns im überfüllten Gerichtssaal in Guatemalas Strafgerichtshof. Vor Gericht steht José Efraín Ríos Montt, Staatschef während der blutigsten Zeit des internen bewaffneten Konflikts. 30 Jahre sind seither vergangen. Der greise General liegt zu Hause im Krankenbett und ist per Videokonferenz zugeschaltet. Auf der Anklagebank sitzt José Mauricio Rodríguez Sánchez, ex-Geheimdienstchef und Teil der repressiven Militärregierung unter Ríos Montt. Die Anklage lautet auf Kriegsverbrechen und Genozid.

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