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Ein unvergessliches Gespräch

Als Aco (Acompañante bzw. MenschenrechtsbegleiterIn) hat man auch freie Tage zur Erholung. Ich bin auf dem Weg nach Panachajel, Ortschaft am berühmten, weil landschaftlich so schönen Lago de Atitlán. «Warst Du schon am Lago?» hatte mich eine Kollegin kürzlich gefragt. Ich wusste genau, welchen See sie meinte, denn nur dieser schönste aller Seen von Guatemala wird abgekürzt so genannt. «Nein, aber ich will noch gehen», sagte ich, denn ich hatte mir schon lange vorgenommen, vor der Rückkehr in die Schweiz dort meine letzten freien Tage zu verbringen.

Und nun ist es soweit.

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Von den unsäglichen Mühen einer starken Zivilgesellschaft

Guatemala braucht eine starke Zivilgesellschaft

So hiess es nach den Friedensverträgen von 1996, als das vom 36-jährigen bewaffneten internen Konflikt (Conflicto Armado Interno, CAI) schwer geprägte Land sich daranmachte, seine Wunden zu heilen.

Der vergangene 5. April, ein froher, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt ausstrahlender Marsch unter blauem Himmel mit grosser Teilnehmerzahl[1], die Begehung des internationalen Tags der Umwelt, eine «Caminata del Medio Ambiente» von Chuchuapa nach Santa Maria Ixhuatán im Departement von Santa Rosa stärkte bei mir die Überzeugung: Es gibt hier eine starke Zivilgesellschaft! Es gibt sie jedenfalls im Departement Jalapa und im Departement Santa Rosa, wo zwei Organisationen tätig sind, welche ACOGUATE begleitet.

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Der «Día Internacional de la Madre Tierra» in El Estor

22. April – Internationaler Tag der Mutter Erde, nicht Tag der ‘Umwelt’ oder Tag der ‘Schöpfung’

So wurde es am 22. April 2009 von den Vereinten Nationen mit der Resolution A/RES/63/278 festgelegt.[1] Es gibt viele internationale Tage, aber ohne Gesicht bleiben sie Pflicht oder leere Hülse. So erging es mir bisher mit dem 22. April. Er war ein gewöhnlicher Tag, wenn er nicht auf Ostern fiel. Das hat sich geändert, seit ich als Menschenrechtsbeobachterin für ACOGUATE tätig bin. Der Tag trägt nun das Gesicht von Angélica Choc, einer aussergewöhnlichen Frau, welche seit der Tötung ihres Gatten Adolfo Ich Chamán am 27. September 2009 nicht nur Witwe, sondern zur unentwegten Menschenrechtsverteidigerin wurde. Mit der Namensgebung «Dia de la Madre Tierra» haben die Vereinten Nationen damals bewusst ein Zeichen zur Anerkennung der indigenen Völker gesetzt. Zwei Acos durften den wichtigen Gedenktag kürzlich vor Ort beim Haus von Angélica Choc in El Estor am Lago de Izabal miterleben. Wie kam es dazu?

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