Länder

Peace Watch Switzerland realisiert Menschenrechtsbegleitung in verschiedenen Ländern Lateinamerikas:

Kolumbien

Un observateur de PWS accompagne les paysans de Las Pavas sur leurs terres ©PWS 2012
Ein PWS-Beobachter begleitet Bauern von Las Pavas auf ihr umkämpftes Land. ©PWS 2012

PWS begleitet in Kolumbien Gemeinschaften von KleinbäuerInnen, welche sich in einem Prozess des Landkampfes befinden.  Die Einsätze haben folgende Ziele:

  • einen Freiraum für die Zivilgesellschaft zu schaffen oder zu bewahren
  • der starken Präsenz bewaffneter Gruppen mit der Präsenz internationaler BegleiterInnen ein Gegengewicht zu setzen
  • und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in Dörfern zu erhöhen.

Durch die Präsenz von neutralen internationalen BeobachterInnen bleiben bewaffnete Akteure in der Regel den Dörfern fern und diese können ihrem täglichen Leben und dem Kampf für ihre Rechte nachgehen.

Sehen und gesehen zu werden: Gewalt scheut Öffentlichkeit. Wenn Menschenrechtsverletzungen publik gemacht werden, so schadet dies zum Beispiel dem Ansehen eines Staates, der bestrebt ist, ein angenehmes Investitionsklima für ausländische Unternehmen zu gewährleisten. Deshalb können mit der blossen Anwesenheit vor Ort Übergriffe auf die Zivilbevölkerung erschwert oder verhindert werden. Die Nachfrage nach internationaler Begleitung von bedrohten Dörfern ist unverändert hoch.

Guatemala

Présence lors de la libération de membres de la société civile de Barillas ©ACOGUATE 2013
Präsenz der Menschenrechtsbegleiten- den anlässlich der Freilassung von Mitgliedern der Zivilgesellschaft von Barillas ©ACOGUATE 2013

Die internationalen Freiwilligen in Guatemala begleiten Zeuginnen und Zeugen, die ein Massaker während des Bürgerkriegs überlebt haben, sowie Menschenrechtsverteidigerinnen, Bauernorganisationen, Gewerkschafterinnen und Basisorganisationen, die sich für die Rechte der (indigenen) Bevölkerung engagieren. Diese Organisationen sind aktiv in den Bereichen (1) Kampf für juristische Gerechtigkeit und gegen die Straflosigkeit, (2) Verteidigung von Land und natürlichen Ressourcen und (3) Arbeitsrechte und Gewerkschaften. Die Freiwilligen begleiten unter anderem Mitglieder der AJR (Asosiación para la Justicia y Reconciliación) zu den Anhörungen und Gerichtsverhandlungen. Sie besuchen Zeuginnen und Zeugen in ihren Dörfern, begleiten Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten an Sitzungen, beobachten Demonstrationen sozialer Bewegungen u.v.m.

Honduras

Un observateur de PWS visite avec une communauté des terres dont elle a été dépossédée en raison d'un projet minier ©PWS 2014
Ein PWS-Begleiter besucht mit Gemeindevertretern ein Stück Land, das die Gemeinde wegen eins Bergbauprojektes verloren hat.  ©PWS 2014

Im Sommer 2009 putschte in Honduras das Militär gegen den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya. Das verarmte zentralamerikanische Land ist seither deutlich unsicherer geworden. Die Militarisierung des Landes schreitet weiter voran. Die natürlichen Ressourcen werden geplündert, ohne Rücksicht auf die ansässige Bevölkerung, die auf und von dem betreffenden Land lebt. Und die Straflosigkeit für Verbrechten gegen die Menschenrechte ist fast total.

Seit Januar 2013 entsendet PWS Freiwillige in das Projekt PROAH (Proyecto de Acompañamiento Internacional en Honduras). Dort begleitenn sie bäuerliche und/oder indigene Gemeinschaften, die für ihr Land kämpfen, sowie Organisationen und Personen, die sich für die Menschenrechte und die verfassungsmässigen Rechte einsetzen und deswegen bedroht werden.

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