Schlagwort-Archive: Wasserkraft

Neuer Schub für den Widerstand in San Pablo

In Guatemala werden Grossprojekte mit allen Mitteln durchgesetzt. Staat und Justiz stehen oft auf der Seite des Stärkeren.

Am 21. März 2017, am Vortag des internationalen Tags der Erde, besuchten wir im Zentrum von San Pablo, im Departement San Marcos an der Grenze zu Mexiko, eine Feier zur Freilassung von sechs politischen Gefangenen. Grund für ihre Kriminalisierung war eine für Guatemala typische Konfliktsituation zwischen Wasserkraftwerksbetreibern und der lokalen Bevölkerung. Einer dieser Akteure ist die Betreibergesellschaft HidroSalá, die ein Wasserkraftwerk in der Finca Argentina und umliegenden Ländereien plant.

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Indigene Gemeindeanführer freigesprochen

Der Prozess gegen sieben Anführer der Maya-Q’anjob’al gegen Wasserkraftprojekte in Huehuetenango endet nach über einem Jahr Haft mit Freisprüchen. Nach elf Verhandlungstagen kam das Gericht am Freitag, 22. Juli 2016, zu dem Schluss, dass die Anschuldigungen ungerechtfertigt waren und die sieben Angeklagten sofort freigelassen werden müssen.

Richterin Yassmin Barrios erklärte nach dem Urteilsspruch: „Wir Richter dürfen nicht instrumentalisiert werden. Es kann nicht sein, dass Personen ohne Beweise verhaftet werden. In diesem Fall liegen keine Beweise vor. Die Angeklagten sind unschuldig. Sie wurden ungerechtfertigter Weise als indigene Führer angeklagt. Das Justizsystem und die Unternehmen rufe ich auf, es zu unterlassen, weiterhin die indigenen Völker zu kriminalisieren. Wir alle haben das Recht, in Frieden zu leben.“

Der ganze Artikel von Barbara Klitzke Rozas (2014 als PWS-Freiwillige in Guatemala im Einsatz) vom 25. 07. 2016 kann auf amerika21 gelesen werden.

Landesweiter Marsch im Zeichen des Wassers

In der Woche vom 22. April 2016 fanden landesweit Märsche und Aktionen im Namen des Wassers statt, die sich am Freitag, 22. April, zum Tag der Mutter Erde in Guatemala Stadt trafen und eine Revision des Gesetzes  über das Abzweigen von Wasserläufen forderten. Viele der Organisationen oder Einzelpersonen, die wir (ACOGUATE) begleiten, beteiligten sich daran. Da unsere Begleitung jedoch nicht gefordert wurde, konnten wir leider nicht teilnehmen.

Ich hatte jedoch die Ehre, den unabhängigen Journalisten Timothy Boston kennen zu lernen, der die Bevölkerung im Aufmarsch begleitete und seine Erfahung in nachfolgendem Artikel und Fotoaufnahmen kundgibt.

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Nach 28 Monaten unschuldig in Haft endlich frei

Kriminalisierung Der Bisher langwierigste Prozess von Kriminalisierung im Norden Guatemals ist beendet und von den Richtern als solcher anerkannt worden.

Die bereits im Oktober freigesprochenen, politischen Gefangenen Saúl Mendez und Rogelio Velásquez konnten schließlich in ihre Gemeinde zurückkehren. Die Menschenrechtsverteidiger aus Barillas, im Norden des Departement Huehuetenango, sind Teil des Widerstands der lokalen Gemeinden gegen den Ausverkauf ihres Territoriums. Sie wenden sich gegen den Bau der Wasserkraftwerke Cambalam I y Cambalam II, durch die spanische Firma Hidro Santa Cruz S.A.

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Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigern in Huehuetenango

In diesem Jahr wurden bereits acht Verteidiger der Menschenrechte im Norden des Departaments Huehuetenango, Guatemala, in Untersuchungshaft genommen. Die politschen Gefangenen werden von unserer Partnerorganisation ACUGUATE begleitet.

ACOGUATE hat am 7. September einen Hintergrundartikel dazu geschrieben: http://acoguate.org/2015/09/07/criminalizacion-de-defensores-en-el-norte-de-huehuetenango/#more-2524

PWS, 28. 09. 2015